SDGs - auf zu einer Welt ohne Armut und Hunger mit nachhaltiger Landwirtschaft

Das 6. SDG dreht sich rund ums Thema Wasser: Ziel 6. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

6.1 Bis 2030 den allgemeinen und gerechten Zugang zu einwandfreiem und bezahlbarem Trinkwasser für alle erreichen

6.2 Bis 2030 den Zugang zu einer angemessenen und gerechten Sanitärversorgung und Hygiene für alle erreichen und der Notdurftverrichtung im Freien ein Ende setzen, unter besonderer Beachtung der Bedürfnisse von Frauen und Mädchen und von Menschen in prekären Situationen

6.3 Bis 2030 die Wasserqualität durch Verringerung der Verschmutzung, Beendigung des Einbringens und Minimierung der Freisetzung gefährlicher Chemikalien und Stoffe, Halbierung des Anteils unbehandelten Abwassers und eine beträchtliche Steigerung der Wiederaufbereitung und gefahrlosen Wiederverwendung weltweit verbessern

6.4 Bis 2030 die Effizienz der Wassernutzung in allen Sektoren wesentlich steigern und eine nachhaltige Entnahme und Bereitstellung von Süßwasser gewährleisten, um der Wasserknappheit zu begegnen und die Zahl der unter Wasserknappheit leidenden Menschen erheblich zu verringern

6.5 Bis 2030 auf allen Ebenen eine integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen umsetzen, gegebenenfalls auch mittels grenzüberschreitender Zusammenarbeit

6.6 Bis 2020 wasserverbundene Ökosysteme schützen und wiederherstellen, darunter Berge, Wälder, Feuchtgebiete, Flüsse, Grundwasserleiter und Seen (Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung)
Bis 2030 sollen alle Menschen Zugang zu einwandfreiem und bezahlbarem Trinkwasser sowie zu angemessener und gerechter Sanitärversorgung und Hygiene haben. Die Wassernutzung soll in allen Sektoren effizienter werden – also auch in der Landwirtschaft, die 70% des globalen Süßwasserverbrauchs verantwortet – und die Zahl der an Wasserknappheit leidenden Menschen stark verringert werden. Die Wasserqualität soll verbessert werden, indem Verschmutzung und das Einbringen gefährlicher Chemikalien und Stoffe verhindert werden.

SDG 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

SDG 12 will nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster schaffen. Ziel 12. Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

12.1 Den Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster umsetzen, wobei alle Länder, an der Spitze die entwickelten Länder, Maßnahmen ergreifen, unter Berücksichtigung des Entwicklungsstands und der Kapazitäten der Entwicklungsländer

12.2 Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen

12.3 Bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten verringern

12.4 Bis 2020 einen umweltverträglichen Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen während ihres gesamten Lebenszyklus in Übereinstimmung mit den vereinbarten internationalen Rahmenregelungen erreichen und ihre Freisetzung in Luft, Wasser und Boden erheblich verringern, um ihre nachteiligen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auf ein Mindestmaß zu beschränken

12.5 Bis 2030 das Abfallaufkommen durch Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung deutlich verringern
...
12.7 In der öffentlichen Beschaffung nachhaltige Verfahren fördern, im Einklang mit den nationalen Politiken und Prioritäten

12.8 Bis 2030 sicherstellen, dass die Menschen überall über einschlägige Informationen und das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und eine Lebensweise in Harmonie mit der Natur verfügen (Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung)
Die natürlichen Ressourcen des Planeten sollen nicht im Übermaß genutzt und weniger stark belastet werden, wie etwa durch Chemikalien in Luft, Wasser und Boden. Auch das Problem, dass ein Drittel aller Lebensmittel nicht vom Acker auf die Teller gelangen, wird adressiert: Bis 2030 soll die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf im Einzelhandel und in Haushalten halbiert und Nahrungsmittelverluste entlang der Produktions- und Lieferkette inklusive Nachernteverluste verringert werden.

Besonders eng verknüpft mit der Landwirtschaft ist auch das 15. SDG, denn hier geht es um die Bewahrung der Grundlagen unserer Ernährung. Ziel 15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

15.1 Bis 2020 im Einklang mit den Verpflichtungen aus internationalen Übereinkünften die Erhaltung, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung der Land- und Binnensüßwasser-Ökosysteme und ihrer Dienstleistungen, insbesondere der Wälder, der Feuchtgebiete, der Berge und der Trockengebiete, gewährleisten

15.2 Bis 2020 die nachhaltige Bewirtschaftung aller Waldarten fördern, die Entwaldung beenden, geschädigte Wälder wiederherstellen und die Aufforstung und Wiederaufforstung weltweit beträchtlich erhöhen

15.3 Bis 2030 die Wüstenbildung bekämpfen, die geschädigten Flächen und Böden einschließlich der von Wüstenbildung, Dürre und Überschwemmungen betroffenen Flächen sanieren und eine Welt anstreben, in der die Landverödung neutralisiert wird

15.4 Bis 2030 die Erhaltung der Bergökosysteme einschließlich ihrer biologischen Vielfalt sicherstellen, um ihre Fähigkeit zur Erbringung wesentlichen Nutzens für die nachhaltige Entwicklung zu stärken

15.5 Umgehende und bedeutende Maßnahmen ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern

15.6 Die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile und den angemessenen Zugang zu diesen Ressourcen fördern, wie auf internationaler Ebene vereinbart

15.7 Dringend Maßnahmen ergreifen, um der Wilderei und dem Handel mit geschützten Pflanzen- und Tierarten ein Ende zu setzen und dem Problem des Angebots illegaler Produkte aus wildlebenden Pflanzen und Tieren und der Nachfrage danach zu begegnen

15.8 Bis 2020 Maßnahmen einführen, um das Einbringen invasiver gebietsfremder Arten zu verhindern, ihre Auswirkungen auf die Land- und Wasserökosysteme deutlich zu reduzieren und die prioritären Arten zu kontrollieren oder zu beseitigen

15.9 Bis 2020 Ökosystem- und Biodiversitätswerte in die nationalen und lokalen Planungen, Entwicklungsprozesse, Armutsbekämpfungsstrategien und Gesamtrechnungssysteme einbeziehen

Dem Verlust fruchtbarer Böden und der biologischen Vielfalt soll Einhalt geboten werden. Landökosysteme sollen geschützt, wiederhergestellt und ihre nachhaltige Nutzung gefördert werden. Ziel ist es zudem, die Wüstenbildung zu bekämpfen, die geschädigten Flächen und Böden wieder auf Vordermann zu bringen und eine Welt anzustreben, in der die natürlichen Lebensräume und bedrohte Arten geschützt werden.

Grundlagen

Bewegung

  • SDG Watch Europe ist eine Allianz europäischer NGOs
  • Biovision engagiert sich für die Agenda 2030 mit Fokus auf 5 Ziele
  • Post-2015-Blog des Forum Umwelt und Entwicklung
  • 2030agenda.de ist ein Projekt des Global Policy Forum zu den SDGs
  • 2030 Watch überprüft anhand der Indikatoren, ob Deutschland die SDGs erreicht

Literatur

Videos: SDGs

UNSSC-Erklärvideo zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

FAO-Video (englisch) zu den SDGs rund ums Thema Boden

Wir haben 2012 den Rio+20-Prozess mit englischen Nachrichten begleitet und gefordert, dass die Botschaften des Weltagrarberichts einfließen

Donors

Donors of globalagriculture Bread for all biovision Bread for the World Misereor Heidehof Stiftung Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz Rapunzel
English versionDeutsche Version